Dhara

Das Leben zwischen zwei Welten

Indien

 

Ich bin Dhara!

Ich bin im Schwarzwald geboren. Meine Eltern kamen vor vielen Jahren aus Indien hierher. Mein Vater wegen der Arbeit, meine Mutter folgte ihm. Sie haben sich ein Leben aufgebaut, aber vieles aus ihrer Herkunft nie abgelegt. Bei uns zu Hause galten andere Regeln als draußen. Wir haben indisch gekocht, Feste gefeiert, Rituale eingehalten. Respekt vor Älteren, feste Abläufe, klare Erwartungen. Indien war immer präsent, obwohl ich selbst nie dort war.

In der Schule war das nicht einfach. Während andere Kinder frei waren, musste ich oft erklären, warum ich nicht überall mitgehen konnte. Geburtstage, Übernachtungen, spontane Treffen. Vieles war bei uns nicht vorgesehen. Ich habe früh gelernt, zwei Seiten zu haben. Eine für draußen, eine für zu Hause. Freunde zu finden war möglich, aber nie ganz selbstverständlich.

Heute lebe ich immer noch hier, zwischen Fachwerkhäusern, Wäldern und klaren Strukturen. Meine Eltern wünschen sich, dass ich einen Mann mit ähnlichem Hintergrund heirate. Für sie gehört das dazu. Für mich nicht. Ich will selbst entscheiden, wie ich lebe. Diese Frage begleitet mich jeden Tag. Zwischen dem, was erwartet wird, und dem, was ich für mich will.

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Das Bild verbindet indische Tradition mit Elementen des Schwarzwalds über fein abgestimmte Details. Der Schmuck, das Bindi und die Mehndi Muster stehen für kulturelle Zugehörigkeit, Spiritualität und Zeremonie. Die gefaltete Drapierung des Stoffes verweist auf klassische indische Kleidung, während die roten Bollen ein prägnantes Element der Schwarzwälder Tracht aufgreifen. Die floralen Muster und die warme Farbgebung schaffen eine visuelle Verbindung zwischen beiden Kulturen. Die Details zeigen eine Figur, die tief in ihrer Tradition verankert ist und sie zugleich in Frage stellt.

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